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Waffensonderlehrgang der DJJU
 
Am 10. u. 11. Mai traf man sich mit ca. 80 Personen zum alljährlichen und traditionellen Waffensonderlehrgang der Deutschen Jiu-Jitsu Union auf dem Gelände der Polizei Bremen. Am ersten Lehrgangstag begrüßte Rainer Grytt, im Schießzentrum der Polizei Bremen,im Namen der DJJU in Kooperation mit dem Landessportbund und der Polizei Bremen alle Teilnehmer. Nach dem traditionellen Angrüßen und einer kurzen Ansprache stellte Rainer die Referenten vor und teilte die Teilnehmer in Gruppen ein.
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
Dieses Jahr ging es rund um das Kernthema Schusswaffen, der Unterricht bestand
aus dem Theorieteil bei Uwe Armschat (Polizei Bremen und 2. Vorsitzender der
Jiu-Jitsu-Union Niedersachen, (2. Dan Sambo).
Referent für den sportlichen Teil war Anton Weinberger (9.Dan Sambo –SMK, DJJU)
Die beiden letzten praktischen Teile - Einweisung in die Schusswaffe sowie Schießen
auf dem hauseigenen Schießkino - und die Versuche von Pistolenabwehren gegen
eine bewaffnete Person wurden von den Schießlehrern und Ausbildern der Bremer
Polizei und Rainer Grytt (8. Dan Jiu-Jitsu), Präsident der DJJU, begleitet.
Dieses Jahr übernahm Uwe Armschat den theoretischen Teil des Seminars von
Joachim Osenberg (KTU Polizei Bremen), der die bisherigen Lehrgänge begleitet hatte.
In einem Hörsaal der Polizei zeigte Uwe eine Präsentation über die gesetzlichen
Grundlagen von Waffen, verbotenen Gegenständen, gefährlichen Gegenständen
sowie Anscheinswaffen, ebenso ihre Verletzungsmuster und verwies auf ihre
Gefährlichkeit sowie Heimtücke! Dazu erklärte er wie die Waffen im Sinne des Gesetzes
unter Paragraph 42 und 42a zu beurteilen sind.
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
Zwischen den verschiedenen Themen zeigte Uwe Armschat eine Auswahl von sichergestellten
legalen Waffen sowie verbotene Waffen und Gegenstände, die er herumreichte und zu jeder
eine kleine Erklärung abgab, um zu verdeutlichen, wo die Gefahren der jeweiligen Waffen
liegen und weshalb sie verboten sind. Zusätzlich gab er einen kleinen Einblick in das
Sprengstoffgesetz und in die Pyrotechnik, wo er auf Gefahren von beispielsweise verbotenen
Böllern verwies, durch kurze Videoclips verdeutlichte er die meist unerkannten Gefahren nicht
zugelassener und verbotener Pyrotechnik sowie die Gefahren von Selbstlaboraten, bei denen
lebensgefährliche Situationen entstanden sind, wie Explosionen in Wohnungen, Umgang mit
verbotenem Feuerwerk mit tödlichen Kopfverletzungen, abgerissener Gliedmaßen etc.!
Es kamen viele Fragen auf, die Uwe Armschat sehr souverän und genau beantwortete!
Mit einem Applaus bedankte man sich bei ihm und begab sich zum Schießstand, wo der
nächste Teil des Lehrganges stattfand. Nach einer kurzen Kaffeepause ging es nahtlos mit
dem zweiten praktischen Teil - mit den Schießlehrern und Kyoshi Rainer Grytt im Schießstand
und draußen weiter. Im Schießstand wurde auf die Risiken und Gefahren, wie beispielsweise
richtige Haltung der Waffe sowie dem Rückstoß, der beim Schießen entsteht, hingewiesen,
um Unfälle vorzubeugen, jeder bekam eine persönliche Einweisung im Umgang mit der Schusswaffe
der Polizei und durfte anschließend unter Aufsicht und Anleitung der Schießlehrer auf vorgegebene
Punkte im Schießkino einige Schüsse abgeben.
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
Es wurde sehr schnell klar, dass die Handhabung einer Schusswaffe sehr viel
Übung sowie viel Verantwortung erfordert. Nach einer kurzen Ansprache und
Abgrüßen war der erste Tag des Waffensonderlehrgangs vorbei.
Am nächsten Morgen ging es dann mit dem zweiten Teil des Waffensonderlehrgangs
weiter, Anton Weinberger erklärte, dass es verschiedene Arten von Angreifern gibt, z.B.
aggressive, ängstliche, geistig verwirrte, und er verwies auch darauf, dass es immer besser
ist, bei einer Bedrohung mit einer Waffe das zu tun, was der Angreifer will und man nicht den
Helden spielen sollte, um nicht sein eigenes Leben oder das Leben anderer zu gefährden!
Er demonstrierte verschiedene Pistolenabwehren in verschiedenen Szenarios, die wir in
Partnerübungen wiederholen sollten, um sie zu verinnerlichen.
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU

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10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
Er achtete sehr auf die richtige Ausführung der Techniken, verbesserte fleißig und
wiederholte die Techniken, damit auf Details der Ausführung geachtet werden konnte.
Zum Ende durften sich alle in einem großen Kreis aufstellen und an verschiedenen
Partnern das Erlernte vorführen. Mit großem Applaus verabschiedete man
Anton Weinberger und ging in eine kleine Pause. Nach der Pause begann der letzte
Teil des Waffensonderlehrgangs, wo draußen von den Schießausbildern sogenannte
FX Waffen vorgestellt wurden, die in ihrem Verhalten einer echten Schusswaffe
gleichen, allerdings "ungefährliche" Farbmunition verschießen!
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
Nach Anlegen einer dicken Jacke einer Halskrause und einem Gesichtsschutz wurden
die Pistolenabwehren oder die vorher bei Anton Weinberger erlernten Techniken angewendet,
um den Angreifer zu entwaffnen, ohne getroffen zu werden. Das Ergebnis war sehr ernüchternd
und aufschlussreich alle wurden mindestens 1-3 Mal bei vier Versuchen von den Farbpatronen
getroffen. Rainer verwies darauf, dass die Pistolenabwehren in unseren Programmen vorhanden
sind, aber man nie den Helden spielen sollte, wenn man an seinem Leben hängt!
Einer der Schießausbilder verwies darauf, dass man unter realistischen Umständen eine Chance
von unter 1% hat, was man an den Treffern der Farbmunition unschwer erkennen konnte.
Zum Schluss zeigte man verschiedene Einschusskanäle von verschiedenen Kalibern und man ging
im Anschluss mit großer Sorgfalt auf gestellte Fragen ein!
10.05.2014 Waffensonderlehrgang der DJJU
Zu guter Letzt trafen sich alle im Schießzentrum, wo man sich von den großartigen
Referenten und Schießlehrern mit tosendem Applaus verabschiedete.
Wirdanken der Bremer Polizei mit Uwe Armschat, Joachim Osenberg und den
Schießlehrern, Anton Weinberger, der Deutschen Jiu-Jitsu Union, Rainer Grytt und allen,
denen die fleißig mitgeholfen haben für dieses sehr interessante erkenntnisreiche
und lehrreiche Wochenende!!
Bericht: Erdem Balci